EZB-Direktor Asmussen warnt vor einseitigen Devisenbewegungen

Sonntag, 27. Januar 2013, 12:26 Uhr
 

Frankfurt/Athen (Reuters) - EZB-Direktor Jörg Asmussen hat sich im Zusammenhang mit der aktuellen Wechselkurs-Debatte für eine globale Kooperation ausgesprochen.

Ein angemessenes Forum hierfür sei die Gruppe der sieben führenden Industrieländer oder die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sagte Asmussen der griechischen Zeitung "Kathimerini" (Sonntagausgabe) in einem vorab veröffentlichten Interview. "Wir sollten nicht in eine Situation zurückfallen, in der jeder nur nach seinen eigenen Interessen strebt", ergänzte er. Probleme ließen sich am besten in internationalen Gruppen besprechen. Die Zentralbanken seien nicht dazu da, Strukturprobleme zu lösen.

In Japan hatten die neue Regierung und die Notenbank angekündigt, sie wollten den stotternden Wachstumsmotor mit einer Rekord-Geldschwemme wieder auf Touren bringen. Experten hatten daraufhin vor einem Abwertungswettlauf unter anderem zwischen Japan und den USA gewarnt. In den letzten Tagen hatten sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und auch Bundesbank-Präsident Jens Weidmann besorgt über diese Entwicklung geäußert.