Italien will Monte Paschi nicht unter Sonderverwaltung stellen

Dienstag, 29. Januar 2013, 18:59 Uhr
 

Rom (Reuters) - Italien will die Krisenbank Monte dei Paschi di Siena nicht unter Sonderverwaltung stellen.

Wirtschaftsminister Vittorio Grilli sagte am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in Rom weiter, er sehe keine Alarmzeichen für das Bankensystem des Euro-Landes. Ihm lägen keine spezifischen Warnungen zur Stabilität einzelner Geldhäuser vor.

Monte dei Paschi hat durch komplexe Derivategeschäfte unter anderem mit der Deutschen Bank Verluste von etwa 720 Millionen Euro angehäuft. Mit diesen Deals sollten Löcher in der Bilanz gestopft werden. Die Zukunft der vom Staat gestützten Bank ist offen. EZB-Präsident Mario Draghi ist in der Affäre ins Rampenlicht gerückt, weil er oberster Bankenaufseher seines Landes war, als die nebulösen Geschäfte der ältesten Bank der Welt über die Bühne gegangen sind.