Japan - Niedriger Yen ist nicht das Ziel unserer Geldpolitik

Sonntag, 3. Februar 2013, 13:00 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Japan wehrt sich gegen Vorwürfe aus dem Ausland, seine Landeswährung zugunsten heimischer Exportunternehmen bewusst zu schwächen.

Die Geldpolitik habe allein das Ziel, die Deflation zu bekämpfen, sagte Finanzminister Taro Aso am Sonntag im japanischen Fernsehen. Die Abwertung des Yen sei eine Folge, aber nicht das Ziel des Vorgehens. Knapp zwei Wochen vor einem Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) verteidigte Aso damit das Vorgehen der Tokioter Regierung gegen internationale Warnungen vor einem Währungskrieg. Die Notenbank war unter massivem Druck des neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf eine ultra-lockere Geldpolitik eingeschwenkt, um die Konjunktur anzukurbeln.

Experten befürchten, dass sich dies zu einem Währungskrieg hochschaukeln könnte, wenn auch andere Staaten ihre Geldpolitik lockern und so ihre Währung abwerten. Mehrere Länder, darunter Deutschland, hatten sich besorgt über Japans Vorgehen geäußert.