Studie: Mittelstand zögert wegen Schuldenkrise mit Investitionen

Mittwoch, 6. Februar 2013, 11:38 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die deutschen Mittelständler zögern wegen der Schuldenkrise Investitionen weiter hinaus.

"Es gibt die Bereitschaft zu deutlich mehr Investitionen", sagte der Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon am Mittwoch in Berlin. Der Schlüssel liege dementsprechend bei der Politik. "Wenn es gelingt, das Vertrauen in die Stabilität des Euro insgesamt weiter zu festigen, wird sich die Konjunktur wieder beleben", ergänzte der frühere bayerische Finanzminister.

Aktuell sind die mittelständischen Unternehmen mit Jahresumsätzen von bis zu 50 Millionen Euro von der Krise verunsichert, wie es in einer Studie der Sparkassen hieß. Die Firmen verhielten sich daher abwartend. "Der Mittelstand hält Liquidität und wartet auf die nächste Aufschwungphase." Für 2013 sei ein Wachstum von gut einem Prozent drin - also mehr als 2012.

Insgesamt befänden sich die Firmen in einer robusten Lage: "Mit 19,8 Prozent erreichen die mittelständischen Unternehmen derzeit im Mittel eine Rekord-Eigenkapitalquote", ergänzte Fahrenschon. Die Mitarbeiterzahl werde dieses Jahr vermutlich weder reduziert noch aufgestockt.