GfK: Hohe Arbeitslosigkeit dämpft Kauflaune in Europa

Freitag, 8. Februar 2013, 13:41 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit dämpft einer Studie zufolge die Kauflaune in Europa.

"Auch wenn die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der europäischen Verbraucher in den vergangenen Monaten leicht gestiegen sind, sind die Konsumenten noch nicht bereit, Geld in größere Anschaffungen zu investieren", teilten die Experten der Nürnberger GfK am Freitag mit. Die Rezession in vielen europäischen Staaten begrenze die Lust am Einkauf. "Lediglich das Notwendigste können sich die Verbraucher in Italien, Portugal und Großbritannien leisten." Einen neuerlichen Dämpfer erhielten die Aussichten für Griechenland. Optimistisch gestimmt sind dagegen die Deutschen, die Österreicher und die Bulgaren.

Die Konjunkturaussichten werden dagegen wieder etwas günstiger beurteilt. "Ganz vorsichtig macht sich die Hoffnung in Europa breit, dass es bald wieder aufwärtsgehen wird." In den meisten Ländern seien die Konjunkturerwartungen stabil geblieben oder sogar gestiegen, wenngleich auf niedrigem Niveau. "Auch die Verbraucher scheinen das Gefühl zu haben, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung Ende 2013, in manchen Ländern vielleicht auch etwas früher, wieder realistisch erscheint."