USA: Wechselkurse müssen von Markt gebildet werden

Dienstag, 12. Februar 2013, 08:02 Uhr
 

Washington (Reuters) - Kurz vor einem Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer hat das US-Finanzministerium davor gewarnt, die Wechselkurse zu manipulieren.

Der Wert von Währungen müsse durch den Markt ermittelt werden, sagte Staatssekretärin Lael Brainard am Montag. Die Gruppe der G20 solle sich zudem dazu bekennen, nicht in einen Abwertungswettbewerb zu treten. Mit der Haushalts- und Geldpolitik sollten Währungen nicht geschwächt werden, um der Exportwirtschaft zu helfen, sagte die Politikerin.

Auch der internationale Bankenverband IIF forderte, die Finanzminister müssten den Märkten deutlich machen, dass die Staaten zusammenarbeiteten und sich nicht in einem "Währungskrieg" befänden. Ohne ein eindeutiges Signal würden die Wechselkurse wahrscheinlich weiter stark schwanken.

Die G20-Finanzminister treffen sich am Freitag und Samstag in Moskau. Währungsfragen sind dabei einer der Schwerpunkte. Politiker wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatten die neue Regierung in Japan kritisiert. Sie macht sich für eine geldpolitische Lockerung stark. Brainard sagte Japan beim Kampf gegen die Deflation nun die Unterstützung der USA zu. Daraufhin gab der Yen nach.

Eine schwächere Landeswährung ermöglicht es japanischen Unternehmen, eigene Produkte zu einem günstigeren Preis auf dem Weltmarkt anzubieten. Zudem schlagen sich im Ausland erzielte Gewinne international tätiger Unternehmen stärker in den Bilanzen nieder.