Merkel: Eurokurs bewegt sich im Normalbereich

Mittwoch, 20. Februar 2013, 16:41 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat trotz der jüngsten Diskussion um einen Abwertungswettlauf vor übertriebenen Sorgen über die Stärke des Euro gewarnt.

"Man muss sagen, Eurokurse zwischen 1,30 und 1,40 (Dollar) gehören zur Normalität der Geschichte des Euro", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Sachverständigenrates der Wirtschaftsweisen. Zugleich könne sie Sorgen und Ängste in südeuropäischen Ländern verstehen, die bei festen Wechselkursen "mit großen Kraftanstrengung ihre Lohnstückkosten" gesenkt hätten. "Sie sehen nun, dass dies unter bestimmten Bedingungen dahinschmelzen kann wie Schnee in der Sonne."

Daher setze sich die Bundesregierung dafür ein, dass es eine freie Entwicklung der Wechselkurse gebe. "Und wir setzen uns dafür ein, dass sich alle daran halten müssen", fügte Merkel hinzu. Die Erklärung der G20-Finanzminister in Moskau sei daher ein wichtiges Signal gewesen. Die G20 hatte sich für freie Wechselkurse ausgesprochen und damit die Diskussion über einen Abwertungswettlauf im Keim zu ersticken versucht, die Japan mit einer Geldschwemme und einer Talfahrt seiner Währung ausgelöst hatte.

 
German Chancellor Angela Merkel makes a statement in the Chancellery in Berlin, February 11, 2013. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS RELIGION)