EZB verdient gut an Staatsanleihekäufen - Überschuss steigt

Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:09 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Gestiegene Zinseinnahmen aus ihren in der Schuldenkrise gestarteten Wertpapier-Programmen haben der EZB einen höheren Überschuss beschert.

Das Plus stieg im Jahr 2012 auf 2,164 Milliarden von 1,894 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Rund die Hälfte des Überschusses wandert in die Risikovorsorge der Zentralbank. Damit bleibt ein Reingewinn von 998 Millionen (Vorjahr 728 Millionen) Euro. Nach einem Beschluss des EZB-Rats wurde bereits Ende Januar eine Gewinnvorauszahlung an die nationalen Zentralbanken des Eurosystems in Höhe von 575 Millionen Euro geleistet. Nun werden auch die verbleibenden 423 Millionen Euro an die Bundesbank und die übrigen Notenbanken der Euro-Zone ausgeschüttet.

Die Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der EZB resultieren in erster Linie aus der Anlage ihrer Währungsreserven und ihres Eigenmittelportfolios. Hinzu kommt der Zinsertrag ihres achtprozentigen Anteils am gesamten Euro-Banknotenumlauf sowie Nettozinseinkünfte aus ihren Anleihenankauf- und Pfandbriefprogrammen. 2012 stieg das Nettozinsergebnis auf insgesamt 2,289 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,999 Milliarden Euro). Insgesamt 1,108 Milliarden Euro flossen der EZB dabei aus ihrem Anleihenankaufprogramm (SMP) zu, wobei der Löwenanteil auf Zinserträge griechischer Staatstitel entfiel.