Blatt: Kuroda Favorit als neuer Chef der japanischen Notenbank

Samstag, 23. Februar 2013, 12:41 Uhr
 

Tokio (Reuters) - In Japan läuft bei der Nominierung des neuen Notenbankchefs einem Zeitungsbericht zufolge alles auf den Chef der Asiatischen Entwicklungsbank, Haruito Kuroda, hinaus.

Kuroda sei inzwischen der aussichtsreichste Kandidat, berichtete die Zeitung "Asahi" am Samstag unter Berufung auf Vertreter des Finanzministeriums und der Regierung. Damit läuft es auf eine stärkere Lockerung der Geldpolitik des Landes hinaus. Kuroda ist wie Ministerpräsident Shinzo Abe Befürworter einer solchen Politik. Bereits während seiner Amtszeit als früherer Vize-Finanzminister Japans intervenierte er aggressiv am Devisenmarkt, um den Yen zu schwächen und damit der exportlastigen Wirtschaft des Landes unter die Arme zu greifen.

Abe, der am Sonntag aus den USA zurückkehrt, wolle die Entscheidung zusammen mit Finanzminister Taro Aso zügig fällen und die Personalie in der kommenden Woche dem Parlament zur Zustimmung vorlegen, berichtete die Zeitung weiter. Zuletzt hatte Abe die Nominierung des neuen Notenbankchefs aufgeschoben und damit Spekulationen über Differenzen innerhalb der Regierung ausgelöst. An den Märkten wird die Entscheidung mit Spannung erwartet. Im Gespräch sind auch der frühere Spitzenbeamte im Finanzministerium, Toshiro Muto, sowie Kazumasa Iwata, Ex-Regierungsvolkswirt und stellvertretender Notenbank-Gouverneur. Die Nachfolge wird nötig, da der gemäßigte Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am 19. März abtritt.

 
Japan's Prime Minister Shinzo Abe (L) rises his hand next to his cabinet menbers, (2nd L-R) Finance Minister Taro Aso, Justice Minister Sadakazu Tanigaki and Economics Minister Akira Amari during an upper house budget committee session at the parliament in Tokyo February 19, 2013. Abe said on Tuesday that it is not appropriate for him to comment on currency moves, when asked how far he thought the yen would fall. REUTERS/Toru Hanai (JAPAN - Tags: BUSINESS POLITICS)