Chinesische Industrie schwächelt - Wächst aber weiter

Montag, 25. Februar 2013, 13:35 Uhr
 

Peking (Reuters) - Die chinesische Industrie hat im Februar merklich an Schwung verloren.

Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,9 auf 50,4 Punkte, teilte die Großbank HSBC am Montag zu ihrer Unternehmensumfrage mit. Damit liegt das Barometer seit vier Monaten über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Im Januar wurde noch der beste Wert seit zwei Jahren ermittelt.

"Die chinesische Konjunkturerholung geht weiter", sagte HSBC-Ökonom Qu Hongbin. "Darauf deuten vor allem die steigende Beschäftigung und das beschleunigte Kreditwachstum hin." Einige Experten führten den deutlichen Rückgang auf das chinesische Neujahrsfest zurück, das diesmal auf den Februar fiel und viele Bänder stillstehen ließ.

MEHR WACHSTUM ERWARTET

HSBC zufolge entwickelte sich die Binnennachfrage besser als die Exporte. Der Index für die Exportaufträge blieb mit 49,8 Zählern knapp unter der Wachstumsschwelle. Die Ausfuhren waren in den vergangenen beiden Jahren die Achillesferse der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Wegen der Schuldenkrise in Europa und der schwachen US-Konjunktur trug der Außenhandel nicht mehr zum Wachstum bei.

Das Bruttoinlandsprodukte war 2012 mit 7,8 Prozent so langsam gewachsen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Für dieses Jahr rechnen von Reuters befragte Ökonomen mit einem Plus von 8,1 Prozent.

 
A resident walks past a construction site of a residential compound in Taiyuan, Shanxi province, February 22, 2013. China's new home prices rose an average of 0.8 percent in January from a year earlier, snapping 10 months of decline and raising the risk Beijing may seek to bolster a three-year campaign to curb property inflation. REUTERS/Jon Woo (CHINA - Tags: BUSINESS CONSTRUCTION REAL ESTATE)