Tarifeinigung im Staatsdienst soll Irlands Sparkurs sichern

Montag, 25. Februar 2013, 14:53 Uhr
 

Dublin (Reuters) - Die irische Regierung hat im öffentlichen Dienst eine Tarifeinigung mit den größten Gewerkschaften erreicht und will damit ihren Sparkurs sichern.

Die Konfliktparteien einigten sich auf die Verlängerung eines Abkommens von 2010, mit der die öffentlichen Haushalte in den nächsten drei Jahren um eine Milliarde Euro entlastet werden sollen. Nach Angaben der Gewerkschaft Impact vom Montag soll es keine Zwangsentlassungen geben, im Gegenzug sollen besser bezahlte Beschäftigte Lohn- und Gehaltskürzungen hinnehmen. Einmalzahlungen würden gekappt und Aufschläge für Sonntagsarbeit auf 75 von 100 Prozent gekürzt.

Haushaltsminister Brendan Howlin bezeichnete die Maßnahmen als absolut notwendig, um die Lohnkosten auf ein tragbares Niveau zu senken. Gewerkschaftsmitglieder müssen der Einigung noch zustimmen. Sechs kleinere Gewerkschaften jedoch haben ihre Zusage bisher abgelehnt.

Irland war im Sommer 2010 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft. Im Gegenzug für Finanzhilfen über 85 Milliarden Euro hat die Regierung in Dublin einen drastischen Sparkurs eingeschlagen.