IWF senkt bei US-Haushaltskürzungen globale Wachstumsprognosen

Donnerstag, 28. Februar 2013, 17:57 Uhr
 

Washington (Reuters) - Die in den USA drohenden Etatkürzungen gefährden nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognosen für die USA und die Weltwirtschaft.

Sollten die automatischen Streichungen am Freitag tatsächlich greifen, sei der Fonds zur Revision seiner Vorhersagen gezwungen, sagte ein IWF-Sprecher am Donnerstag. Würden die USA die Kürzungen vollständig umsetzen, müsse die US-Wachstumsprognose für 2013 wahrscheinlich um mindestens 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert werden. Derzeit geht der IWF von einem Plus von zwei Prozent aus. Der IWF-Sprecher fügte hinzu, am stärksten betroffen von den Einschnitten wären die größten Handelspartner der USA. Auch die Prognosen für andere Länder stünden zur Disposition.

Ab Freitag drohen in den USA Kürzungen in Höhe von 85 Milliarden Dollar allein für das restliche Fiskaljahr 2013, das noch bis zum 30. September läuft. Hoffnungen auf einen Haushaltskompromiss in Washington, der die Maßnahmen verhindern könnte, schwanden am Donnerstag. Die drastischen Kürzungen wurden 2011 vereinbart, als den USA die Zahlungsunfähigkeit drohte. Zu den wichtigsten Handelspartnern der USA gehört auch Deutschland. Laut dem Auswärtigen Amt belief sich der bilaterale Warenhandel Ende 2011 auf rund 147,5 Milliarden Dollar.