HDE: Inflationsangst könnte Sommerschlussverkauf ankurbeln

Montag, 21. Juli 2008, 15:39 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Bei eher herbstlichen Temperaturen ist am Montag der deutsche Einzelhandel mit Rabatten von 50 Prozent und mehr in den Sommerschlussverkauf gestartet.

Die Branche hofft wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten in diesem Jahr verstärkt auf Schnäppchenjäger. "Wir versprechen uns Einiges vom Sommerschlussverkauf", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, zu Reuters. Wegen der Inflationssorgen dürften vor allem Familien auf die Preisnachlässe im Schlussverkauf gewartet haben.

Neben der Kaufzurückhaltung wegen der Inflation habe das schlechte Wetter dem Handel bislang eine schwache Saison beschert. Die Lager vor allem der Bekleidungshändler seien noch gut gefüllt. Zwei Drittel der Geschäfte vor allem in ländlichen Gebieten beteiligen sich nach den Angaben Pellengahrs an den Rabattaktionen. In den Städten hätten die Händler derweil seit einigen Wochen mit Preisnachlässen geworben.

Gewinne seien aber im Schlussverkauf nicht zu erwarten, nicht einmal steigende Umsätze, sagte Pellengahr. Bei Rabatten von 50 Prozent sei nichts mehr zu verdienen. Bei Preisnachlässen von 70 Prozent zahlten die Geschäftsleute drauf. Der Schlussverkauf läuft noch zwei Wochen bis Anfang August. Vor vier Jahren war die gesetzliche Einschränkung für den Schlussverkauf abgeschafft worden. Seitdem können die Händler frei über Umfang und Zeitpunkt ihrer Ausverkaufsaktionen entscheiden. Trotzdem folgen viele Geschäfte weiter dem alten Muster des zweiwöchigen Sommer- und Winterschlussverkaufs.