Anhaltender Verfall von Wohnimmobilienpreisen in USA

Dienstag, 13. Mai 2008, 17:26 Uhr
 

Washington (Reuters) - Der Verfall der Wohnimmobilienpreise in den USA hält an. Im ersten Quartal ging der Wert der Einfamilienhäuser in Großstädten im Mittel (Median) um 7,7 Prozent zurück, wie der US-Maklerverband NAR am Dienstag mitteilte.

In 100 von 149 Städten seien die Preise gesunken. Insgesamt seien im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum landesweit 22,2 Prozent weniger Wohnimmobilien verkauft worden.

Vor allem in Wohngebieten, in denen besonders viele Häuser mit zweitklassigen Hypothekenkrediten ("Subprime") finanziert worden seien, seien die Preise deutlich zurückgegangen, sagte NAR-Chefvolkswirt Lawrence Yun. Hier würden viele Häuser zu niedrigen Preisen zwangsversteigert. Besser entwickle sich der Markt in Wohngegenden, die weniger stark von Subprime-Krediten betroffen seien. Steigende Zinsen hatten zuletzt vor allem Schuldnern mit schlechter Bonität zugesetzt. Sie hatten ihre Immobilien häufig über Hypotheken mit variablem Zinssatz finanziert und konnten ihre Raten dann nicht mehr begleichen.