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Ausland | Sonntag, 17. Februar 2013, 16:14 Uhr

Wahl in Ecuador begonnen - Correa vor zweiter Amtszeit

Quito In Ecuador hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen.

Amtsinhaber Präsident Rafael Correa kann Umfragen zufolge mit einem klaren Sieg bereits in der ersten Runde rechnen. Der 49-jährige Ökonom hat in den vergangenen sechs Jahren die Sozialausgaben in dem südamerikanischen Land erhöht und einkommensschwachen Familien den Zugang zum Bildungs- und Gesundheitswesen erleichtert. Es wird davon ausgegangen, dass Correa seine sozialistische Agenda im Falle eines Wahlsiegs weiter vorantreibt.

Im Streit mit Ölkonzernen setzte Correa 2010 neue Verträge durch, die Ecuador einen größeren Anteil an den Bodenschätzen des Landes sicherten. Kritiker werfen dem Freund des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez vor, Investoren aus dem Land zu vergraulen und gegnerische Stimmen zu unterdrücken. Zuletzt machte Correa auch Schlagzeilen, als er dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London gewährte.

Correa bewirbt sich für eine Amtszeit von vier Jahren. Für einen Sieg in der ersten Runde benötigt er 50 Prozent der Stimmen oder 40 Prozent bei einem Vorsprung von mindestens zehn Punkten auf den Zweitplatzierten. Seine Herausforderer rangieren in Umfragen weit abgeschlagen bei unter zehn Prozent. Mit ersten Ergebnissen ist in der Nacht auf Montag zu rechnen.

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