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Ausland | Dienstag, 19. April 2011, 07:33 Uhr

EU stellt sich hinter Frankreich im Streit um Flüchtlinge

Brüssel Die EU-Kommission unterstützt die Entscheidung Frankreichs, Züge mit afrikanischen Flüchtlingen aus Italien zeitweise nicht ins Land zu lassen.

Die Erklärung, dadurch die öffentliche Ordnung zu bewahren, reiche aus, sagte Innenkommissarin Cecilia Malmström am Montag in Brüssel. "Offensichtlich hatten sie das Recht dazu." Die Regierung in Paris habe nicht gegen EU-Recht verstoßen. Italien hatte Frankreich den Bruch des Schengen-Abkommens vorgeworfen, das einen Wegfall der Grenzkontrollen vorsieht. Am Wochenende hatte Frankreich Züge an der Grenze gestoppt.

Die EU-Länder streiten über den Umgang mit der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen, die seit der Öffnung der Grenzen aus Nordafrika nach Europa streben. Über 26.000 kamen in diesem Jahr in Italien an - auf der Flucht unter anderem vor dem Krieg in Libyen und den Unruhen in Tunesien und Ägypten.

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