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Unternehmen | Donnerstag, 22. November 2012, 17:33 Uhr

EU billigt milliardenschwere Xstrata-Übernahme durch Glencore

Brüssel Die EU-Kommission hat den Weg für die größte Fusion in der Rohstoffbranche seit fünf Jahren frei gemacht.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter billigten am Donnerstag die rund 24 Milliarden Euro schwere Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata durch den weltgrößten Rohstoffhändler Glencore. Dieser konnte Bedenken ausräumen, indem er einen Verkauf seines Anteils von knapp acht Prozent am größten Zinkproduzenten Nyrstar zusagte. Zudem versicherte Glencore, weder direkt noch indirekt in den kommenden zehn Jahren Zink von dem belgischen Unternehmen zu kaufen und es in seiner Wettbewerbsfähigkeit in Europa nicht einzuschränken. Glencore zufolge stehen für die Fusion der beiden in der Schweiz ansässigen und international tätigen Konzerne noch die Zustimmungen der Behörden in China und Südafrika aus.

Mit der Glencore-Zusage sei der Wettbewerb auf dem Zinkmarkt in Europa gewährleistet, und die Kunden könnten weiter Produkte zu günstigen Preisen und von guter Qualität kaufen, erklärte EU-Kommissar Joaquin Almunia. Nyrstar hat das Metall bislang über Glencore abgesetzt. Am Dienstag hatten die Aktionäre von Glencore und Xstrata der Fusion zugestimmt. Der geplante Zusammenschluss ist der größte in der Branche seit 2007. Das Vorhaben stand lange unter anderem wegen Bedenken des Xstrata-Großaktionärs Katar vor dem Scheitern. Erst nachdem Glencore sein Angebot aufstockte, sagte der Golfstaat in der vergangenen Woche seine Unterstützung zu.

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