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EZB gelingt geplante Liquiditätsabschöpfung nicht vollständig
29. Juni 2010 / 15:00 / vor 7 Jahren

EZB gelingt geplante Liquiditätsabschöpfung nicht vollständig

Frankfurt (Reuters) - Der Europäischen Zentralbank (EZB) ist es erstmals seit dem Beginn der Staatsanleihenkäufe Anfang Mai nicht gelungen, die dadurch geschaffene Liquidität vollständig aus dem Finanzsystem abzuziehen.

Wie die Notenbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte, bekam sie im Rahmen eines sieben Tage laufenden Refinanzierungsgeschäfts lediglich rund 31,9 Milliarden Euro von den Geldhäusern angeboten, das Ziel waren jedoch 55 Milliarden Euro gewesen. Dieser Betrag wäre deckungsgleich mit dem Volumen der bisher gekauften Anleihen von Schuldenstaaten wie Griechenland gewesen. Die EZB hatte beim Start des Programms versprochen, die geschaffene zusätzliche Liquidität zu neutralisieren, um Inflationsgefahren vorzubeugen.

Die geringe Bereitschaft der Kreditinstitute, der Zentralbank Geld zurückzugeben, könnte nach Einschätzung von Experten mit dem Auslaufen eines 442 Milliarden schweren Jahresgeschäfts am Donnerstag zusammenhängen. Durch diese Aktion wird den Banken mit einem Schlag viel Liquidität entzogen. Um ein Austrocknen des Geldmarktes zu verhindern, hat die EZB jedoch rund um den Zahltermin mehrere zusätzliche Refinanzierungsoperationen platziert. Die erste davon - ein Drei-Monatstender mit voller Zuteilung zum Leitzins - findet am Mittwoch statt. Ein zweiter, sechs Tage laufender Sondertender folgt dann am Donnerstag.

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