13. Oktober 2017 / 08:30 / vor 4 Tagen

USA ordnen nach Airbus-Notlandung Inspektion aller Triebwerke an

An Airbus A380, the world's largest jetliner, takes part in flying display, during the 52nd Paris Air Show at Le Bourget Airport near Paris, France June 25, 2017. REUTERS/Pascal Rossignol

Singapur (Reuters) - Nach der Notlandung eines Airbus-Passagierflugzeugs in Kanada von Air France müssen alle A380-Maschinen mit dem gleichen Triebwerks-Bauteil einer Inspektion unterzogen werden.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA gab am Donnerstag eine “Lufttüchtigkeitsanweisung”, wonach Eigentümer und Betreiber aller Flugzeuge mit dem “GP7200”-Triebwerk das Bauteil in den nächsten zwei bis acht Wochen untersuchen müssen. Finden sie einen Defekt, muss die drei Meter große Lüfternabe, an der die Turbinenschaufeln hängen, ausgewechselt werden.

Die Air-France-Maschine hatte auf dem Flug von Paris nach Los Angeles notlanden müssen, nachdem das Bauteil von einem der vier Triebwerke abgefallen war. Warum sich das Teil gelöst hat, werde noch untersucht, erklärte die FAA. Danach könnten weitere Konsequenzen gezogen werden.

Das GP7200 wird von der Engine Alliance gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen der US-Hersteller GE und Pratt & Whitney. Es ist in rund 60 Prozent aller A380 eingebaut, darunter Maschinen von Emirates, Etihad, Qatar Airways und Korean Air Lines. Die übrigen A380 fliegen mit dem “Trent 900” von Rolls-Royce.

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