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Ausland | Freitag, 23. November 2012, 08:02 Uhr

Mursi nach Erweiterung seiner Machtbefugnisse in der Kritik

Kairo Der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei hat Präsident Mohammed Mursi wegen dessen Beschneidung der Justiz scharf kritisiert.

Mursi habe "sämtliche staatliche Macht an sich gerissen und sich selbst zu Ägyptens neuem Pharao ernannt", schrieb der führende Oppositionspolitiker am Donnerstag über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Auch andere politische Gruppen verurteilten Mursis Vorgehen. Der Präsident habe "dem Volk und den Institutionen sämtliche Rechte und Macht geraubt", hieß es in einer in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Erklärung.

Die Verbündeten des Staatsoberhaupts begrüßten dagegen Mursis Dekret, das unter anderem sämtliche seiner Entscheidungen bis zur Wahl eines neuen Parlamentes vor einer juristischen Anfechtung schützt. Es handle sich um einen revolutionären Schritt, lobte etwa der Sprecher der islamistischen Muslimbrüder, Mahmud Ghoslan.

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