Philippinen: Südostasien stellt Krisenfonds bereit
Manila (Reuters) - Gemeinsam mit Japan, China und Südkorea haben sich die südostasiatischen Asean-Staaten auf einen Rettungsfonds zur Stabilisierung der Finanzbranche geeinigt.
Wie die USA wollen die Regierungen nach den Worten der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo die Banken von faulen Krediten entlasten. Zugleich stellen sie wie die europäischen Staaten Geld für Finanzspritzen an angeschlagene Institute zur Verfügung. Arroyo nannte in ihrer Rede am Mittwoch keine Gesamtsumme, kündigte aber eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds im Umfang von zehn Milliarden Dollar an. Die Auszahlungsmodalitäten werden ebenfalls vom IWF und der Weltbank ausgearbeitet.
Zur Asean gehören außer den Philippinen Indonesien, Thailand, Malaysia, Singapur, Brunei, Vietnam, Birma, Kambodscha und Laos. Japan, China und Südkorea haben als "Dialogpartner" der Staatengemeinschaft eine besondere Beziehung zu der Gruppe. Sie wollen sich in der kommenden Woche am Rande eines Asien-Europa-Gipfels in Peking mit den Asean-Staaten über die Folgen der Finanzkrise für die Region beraten. Weltweit haben Regierungen inzwischen rund 3,2 Billionen Dollar zur Stabilisierung der Finanzmärkte bereitgestellt.
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