Frankreich: G7 plant keine Intervention zur Schwächung des Yen
Paris (Reuters) - Die führenden Industriestaaten (G7) planen der französischen Regierung zufolge keine gemeinsame Interventionen am Devisenmarkt, um den rasanten Aufstieg des Yen zu stoppen.
Auf die Frage, ob die G7 Yen verkaufen würden, antwortete die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg mit "Nein". Zum Dollar bewegte sich der Yen auf den höchsten Stand seit 13 Jahren zu, in Euro kostete ein Yen soviel wie seit gut sechs Jahren nicht mehr.
Zuvor hatten sich die G7 bemüht, den Anstieg der japanischen Währung verbal zu bremsen. Sie bezeichneten die Kursbewegungen in einer Erklärung als "exzessiv" und warnten, dies könne die Stabilität von Konjunktur und Finanzmärkten gefährden. Sie kündigten zudem ihre Kooperation an, falls dies nötig sein sollte. Damit signalisierten sie zwar die Bereitschaft zu einer Intervention am Devisenmarkt, aber die meisten Investoren bezweifelten, dass die Staaten inmitten der Finanzkrise an den Devisenmärkten eingreifen werden.
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