Schweizer Börse von Pharmawerten belastet schwächer

Freitag, 21. November 2008, 15:13 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Grosse Kurseinbussen bei den schwergewichteten defensiven Pharmawerten haben am Freitag die Schweizer Börse in die Verlustzone gedrückt.

Dagegen setzten die arg gebeutelten Grossbankaktien zu einer Erholung an. Händler hofften angesichts der anziehenden US-Aktien-Futures auf eine Erholung bis am Schluss.

Der SMI notierte nach einem anfängliche Plus von einem Prozent am frühen Nachmittag um 0,9 Prozent tiefer bei 5255 Punkten. Der breite SPI verlor 0,7 Prozent auf 4343 Zähler.

Die schwer gewichteten Papiere von Novartis und Roche büssten gut 4,5 Prozent ein. Nestle sanken über ein Prozent. Händler führten dies einerseits auf den Eurex-Verfall zurück. Anderseits gehörten die defensiven Werte zu denen, die sich bisher am besten geschlagen hätten. "Jetzt kommen halt die auch noch an die Reihe", sagte ein Händler und verwies darauf, dass auch die Aktien von europäischen Konkurrenten wie Glaxo , AstraZeneca oder SanofiAventis ebenfalls Verluste von vier Prozent erlitten. Der Sektor hatte am Vortag in den USA ebenfalls nachgegeben.

Die Titel der Grossbanken UBS legten dagegen vier Prozent zu und Credit Suisse gewannen gut sechs Prozent.

Weiter unter Druck standen Swiss Life, die weitere zwei Prozent einbüssten. Händler verwiesen auf die Probleme im Zusammenhang mit der Beteiligung am deutschen Finanzdienstleister MLP.

"Die Finanztitel haben wegen der in der jüngsten Zeit wieder aufgeflackerten Finanzkrise so stark gelitten, dass man sich schon fragen muss, ob das eine oder andere Unternehmen nicht schon ein Übernahmeziel sein könnte", sagte ein Händler.

Diese Spekulationen haben an Gewicht gewonnen, nachdem die Aktien des angeschlagenen Finanzkonzerns Citigroup dramatisch an Wert verloren haben. Citigroup erwägt offenbar den Verkauf von Unternehmensteilen oder die Fusion mit einem anderen Institut, wie eine mit den Überlegungen vertraute Person sagte.

Mehrheitlich fester tendierten die meisten Industriewerte wie ABB, Fischer, Sulzer und Holcim.  Fortsetzung...