Konjunkturflaute erreicht Großhandel

Freitag, 28. November 2008, 12:53 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Konjunkturflaute verschont auch den bislang erfolgsverwöhnten Großhandel nicht. Der Umsatz fiel im Oktober 2,8 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Das war das größte Minus seit Januar 2007, als die Anhebung der Mehrwertsteuer zu einem Einbruch von 4,3 Prozent führte. Preisbereinigt (real) sank der Umsatz um 1,1 Prozent. "Die konjunkturelle Abkühlung in Kombination mit den Auswirkungen der Finanzkrise lassen auch den Großhandel wieder sorgenvoller in die Zukunft schauen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Anton Börner.

Die Einnahmen lagen noch um 3,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, real waren es plus 0,8 Prozent. Reale Rückgänge gab es etwa im Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör sowie mit Lebensmitteln und Gebrauchs- und Verbrauchsgütern. Der BGA forderte die Bundesregierung auf, die Binnenkonjunktur mit der Abschaffung des Solidaritätszuschlages und einer Reform der Einkommenssteuertarife anzukurbeln.

Von Januar bis Oktober gab es einen Zuwachs von 10,4 Prozent, real blieb ein Plus von 3,5 Prozent.