GM-Europa-Chef will Zusammenarbeit von Opel mit Buick
Frankfurt (Reuters) - GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster hat eine engere Zusammenarbeit von Opel mit der Schwestermarke Buick ins Gespräch gebracht.
"Wir brauchen eine weltweite Chance", begründete Forster seinen Vorstoß in der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). Opel und Buick seien die stärksten Marken für den Massenmarkt im GM-Konzern. "Deshalb könnte es sinnvoll sein, sich zwischen Opel und Buick Aktivitäten vorzustellen", sagte Forster der Zeitung am Rande der Automesse in Detroit.
Überlegenswert sei die Produktion des auf dem Opel Insignia basierenden neuen "Buick Lacrosse" in Rüsselsheim, berichtete die "FTD" unter Berufung auf das Konzernumfeld. Damit könne Opel sein Werk besser auslasten. Mit Buick könne Opel einen besseren Zugang zu den Märkten in China und den USA erhalten, damit die Absatzbasis vergrößern und die Kosten senken, zitierte das Blatt Autoanalyst John Wolkonowicz von IHS Global Insight. "Opel und Buick passen sehr gut zusammen. Buick erreicht das Preislevel der deutschen Marke", sagte er.
Angesichts der Krise des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) zittert Opel um seine Zukunft und hat eine Bundesbürgschaft beantragt, um sich für den Fall einer Insolvenz von GM zu wappnen.
Opel hatte am Montag mit dem Betriebsrat den Weg freigemacht für Kurzarbeit in seinen deutschen Werken. Unter anderem damit will GM in Europa 750 Millionen Dollar einsparen. Während der kürzeren Arbeitszeiten schließt das Management nach Angaben von Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen in Europa aus. In Deutschland fertigt Opel in vier Werken in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern Autos und Getriebe und beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter.
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