Euro erholt sich von Vortagesverlusten - Bund im Minus
Frankfurt (Reuters) - Anleger am Devisenmarkt haben am Freitag wieder in den Euro investiert.
Die Gemeinschaftswährung kletterte auf knapp über 1,40 Dollar nach 1,3930 Dollar im späten US-Geschäft. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten hatten am Donnerstag eine Flucht in den US-Dollar als größte Weltreservewährung ausgelöst, woraufhin der Euro unter Druck geraten war. "Letztlich warf der erneute Anstieg der abgebauten Stellen die Frage auf, ob die Märkte bereits zu optimistisch geworden sind, was die weltweite Erholung angeht", kommentierte die Commerzbank. Händler bezeichneten den Sturz des Euro von 1,42 Dollar unter 1,40 Dollar vom Vortag aber als nicht fundamental gerechtfertigt. "Die große Abwärtsbewegung von gestern war einfach ein Verkaufen, um Verluste zu begrenzen, und das hat sich nun wieder entspannt", sagte Robert Minikin von Standard Chartered.
Der Handel am Devisen- und Rentenmarkt verlief insgesamt ruhig. In den USA blieben die Börsen wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen, und Datenveröffentlichungen standen dort nicht an. Wenig Beachtung fand am Markt, dass in der Euro-Zone im Juni die Erholung bei den Dienstleistern ins Stocken geraten ist.
Am Rentenmarkt gab der Bund-Future nach zuletzt kräftigen Kursgewinnen wieder etwas ab. Er fiel um zwölf Ticks auf 121,53 Punkte. Grundsätzlich setze sich die Erholung der Konjunktur fort und werde Staatsanleihen in der zweiten Jahreshälfte belasten, urteilten die Volkswirte der Helaba. "Das kurze Marktende sehen wir weiterhin als sehr gut unterstützt an", blickte die Commerzbank voraus. "Am langen Marktende gehen wir jedoch davon aus, dass der Spielraum für Kursgewinne zunehmend ausgeschöpft ist."
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