Schweizer Börse leichter - Konjunktursorgen bremsen

Freitag, 3. Juli 2009, 18:03 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag auf breiter Front leicht schwächer geschlossen.

Konjunktursorgen lasteten auf dem Markt und das Geschäft verlief bei kleinen Umsätzen in ruhigen Bahnen. Weil in den USA die Märkte wegen feiertagsbedingt geschlossen blieben, fehlten Impulse und nach einem freundlichen Start bröckelten die Kurse mangels Anschlusskäufe leicht ab.

Der Standardwerteindex SMI, der die Vorwoche mit 5376 Punkten beendet hatte, schloss mit 5338,5 Zählern um 0,31 Prozent schwächer als am Vortag. Der breite SPI gab 0,35 Prozent auf 4607 Zähler nach.

Leicht höhere Kurse verbuchten unter den Standardwerten Nestle, Holcim, Richemont und Zurich Financial. Die Titel der beiden Pharmakonzerne Novartis und Roche konnten ihre Gewinne nicht halten und rutschten leicht ab. Zunächst hatten positive Ergebnisse einer spätklinischen Studie geholfen. Diese zeigte, dass bei Patienten mit retinalem Venenastverschluss das Roche-Medikament Lucentis die Sehschärfe verbessert. Lucentis wird ausserhalb der USA von Novartis vertrieben.

Die Finanzwerte neigten zur mehrheitlich Schwäche. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS sanken um je rund 0,4 Prozent. "Die Meldung aus den USA, dass weitere Banken zusammengebrochen sind, trüben die Stimmung", sagte ein Händler. Knapp gehalten waren auch Julius Bär. Vontobel verloren 3,8 Prozent.

Eine schwache Performance der US-Sektorvertreter drücke auf den Versicherungssektor. Mit einem leichten Gewinn schlossen die Titel der Zurich. HSBC hatte die Aktie auf "Neutral" von "Underweight" hochgestuft.

Bei den Aktien aus zyklischen Sektoren wirkten die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten nach. ABB, Sulzer oder Fischer gaben nach.

Gesucht blieben die Forbo-Aktien mit einem Plus von 2,5 Prozent. Der Belag- und Klebstoffhersteller hat schon früh auf Kostensenkungen gesetzt und erntet nun erste Früchte.

Logitech legte 1,1 Prozent zu. Die Aktien des Computerzubehörherstellers profitieren von einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley.

Dagegen litten die Scheine der Logistikonzerne Kühne+Nagel und Panalpina unter Abgaben. Nomura hatte die Abdeckung von Kühne mit "Neutral" und von Panalpina mit "Reduce" aufgenommen. Die Aktien von Schmolz + Bickenbach schwächten sich aufgrund von Gewinnmitnahmen ab.