US-Börsen trotz positiver Goldman-Zahlen wenig verändert
New York (Reuters) - Die New Yorker Börsen haben am Dienstag wenig verändert tendiert.
Die positiven Zahlen der US-Investmentbank Goldman Sachs stützten den Markt. Konjunktursorgen und ein enttäuschender Ausblick des PC-Herstellers Dell belasteten dagegen.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag bis zum frühen Nachmittag nahezu unverändert bei 8330 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent zu auf 902 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,2 Prozent auf 1796 Punkten. In Frankfurt ging der Dax 1,26 Prozent höher bei 4781 Punkten aus dem Handel.
Goldman Sachs verdiente dank eines starken Handelsgeschäfts deutlich mehr als im Vorjahr. Die mit Spannung erwarteten Zahlen seien zwar gut ausgefallen, sagte Analyst Terry Morris von National Penn Investors Trust Co. Nach den Kursaufschlägen bei den Finanzwerten am Montag sei das aber wohl schon eingepreist. Der Markt habe sich nach dem Motto "Kauf das Gerücht, verkaufe die Nachricht" gerichtet. Goldman-Sachs-Aktien fielen um 0,3 Prozent. Die Papiere der Bank of America notierten 0,5 Prozent tiefer. Die Anteilsscheine der Citigroup und von JPMorgan gewannen 3,2 Prozent und 0,2 Prozent. Diese drei Institute wollen noch diese Woche ihre Zahlen vorlegen.
Nach heftigen Kursverlusten von über 20 Prozent zu Wochenbeginn ging es für die Aktie von CIT am Dienstag um 7,4 Prozent nach oben. Der von einer Insolvenz bedrohte Mittelstandsfinanzierer erhält Kreisen zufolge möglicherweise Staatshilfen. Das Finanzministerium und die Notenbank erwägten, dem Geldhaus unter die Arme zu greifen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Montag. Ein CIT-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen.
Auch bei den Anteilsscheinen von Johnson & Johnson griffen Anleger zu. Der Pharma- und Medizintechnikkonzern hat im zweiten Quartal zwar Gewinneinbußen erlitten. Dank robuster Geschäfte mit Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten fielen sie aber geringer aus als von Analysten befürchtet. Die J&J-Papiere legten um 0,4 Prozent zu. Bergab ging es dagegen für die Titel des weltweit zweitgrößten PC-Herstellers Dell. Der Konzern teilte mit, dass der Umsatz im zweiten Quartal zwar leicht höher liegen werde, die Gewinnmarge dafür aber niedriger ausfallen werde. Die Aktien brachen um 7,5 Prozent ein. Gespannt warteten die Börsianer auf die Zahlen von Intel, die nach Handelsschluss vorgelegt werden sollten. Die Papiere des Chipherstellers lagen ein Prozent im Plus.
Konjunkturdaten hatten zu Handelsbeginn für Enttäuschung bei den Anlegern gesorgt. Zwar erzielten amerikanische Einzelhändler im Juni mehr Umsatz als erwartet. Dies war aber nur dem Autosektor zu verdanken. Ohne Autos legte der Umsatz lediglich um 0,3 Prozent zu und damit deutlich weniger als von Analysten erwartet. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.
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