Euro pendelt um 1,41 Dollar - Bund-Future verliert
Frankfurt (Reuters) - Am Devisenmarkt haben sich die Anleger zum Wochenschluss bedeckt gehalten.
Der erste Optimismus nach einem vielversprechender Start in die US-Bilanzsaison ebbe ab, sagten Händler am Freitag. Was bleibe, sei die Ungewissheit, wie es mit der Weltwirtschaft weitergehe.
Der Euro pendelte am Nachmittag um 1,41 Dollar, nachdem er im späten Vortagesgeschäft bei 1,4140 Dollar gelegen hatte. Auf Wochensicht profitierte die Gemeinschaftswährung von einem wieder aufgekommenen Risikoappetit der Anleger, während der als sicherer Hafen genutzte US-Dollar Abflüsse verzeichnete. "Es gibt Grund zum Optimismus, aber es scheint, als ob die Leute einen Paukenschlag brauchen, um weiterzugehen", sagte Steven Butler, Leiter Devisenhandel bei Scotia Capital in Toronto. Analysten rechnen damit, dass es während der Bilanzsaison viel Unsicherheit und Kursschwankungen geben wird.
Positive Signale gab es indes vom US-Immobilienmarkt: Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg überraschend an. Am europäischen Rentenmarkt rutschte der Bund-Future danach noch tiefer ins Minus. Der Kontrakt verlor 36 Ticks auf 121,13 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,392 Prozent.
"Die Stimmung am Rentenmarkt bleibt trotz der gestrigen Erholung getrübt", erklärte die Helaba. "Dafür verantwortlich ist die steigende Risikofreudigkeit der Marktteilnehmer, die unter anderem in freundlichen Aktienmarktnotierungen zum Ausdruck kommt." Das technische Bild des Bund-Futures habe sich zudem verschlechtert. "Die US-Baubeginne haben sicher wieder das Szenario Konjunkturoptimismus gestützt", sagte Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus.
Am US-Staatsanleihemarkt drückten Gerüchte über eine mögliche Rettung des strauchelnden Mittelstandsfinanzierers CIT die Kurse.
Euro/Dollar-Fixings Aktuell 16.07.09
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