Tierschützer brennen Ferienhaus von Novartis-Chef nieder

Donnerstag, 6. August 2009, 20:05 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Eine Gruppe radikaler Tierschützer hat sich dazu bekannt, das Ferienhaus von Novartis-Chef Daniel Vasella in Österreich niedergebrannt zu haben.

Sie hätten dafür einen Brandsatz benutzt, erklärte die Organisation MFAH am Donnerstag auf einer Internet-Seite. "Wir werden Dein Privatleben wo immer möglich angreifen", hieß es in dem englischen Text. "Wir werden Dein Leben zerstören." Das Haus war am Montag in Flammen aufgegangen. Unterdessen erhielt das österreichische Innenministerium ein Bekennerschreiben von der MFAH, das auf seine Authentizität geprüft wurde.

Neben dem Brandanschlag ist in Vasellas Straße Graffiti aufgetaucht, die ihn als Mörder bezeichnet. Zudem wurden zwei Gräber seiner Familie entweiht. Ein Novartis-Sprecher erklärte, es seien Autos von Mitarbeitern beschädigt und im Mai ein Feuer einer Sportstätte des Konzerns in Frankreich gelegt worden.

Viele der Proteste richten sich gegen Huntingdon Life Sciences (HLS), ein britisches Tierversuchslabor. Der Name der Aktivisten-Gruppe MFAH, ist die Abkürzung für "Militant Forces Against Huntingdon Life Science". Novartis gilt bei einigen Tierschützern als Kunde des Labors, wie auch AstraZeneca und GlaxoSmithKline. Der Novartis-Sprecher betonte dagegen, dass man nicht länger Kunde von Huntingdon sei. Die Aktionen der Tierschützer stellten eine Eskalation dar. Die Vorfälle hätten zugenommen.