Irans Opposition - 69 Menschen bei Unruhen nach Wahl getötet

Dienstag, 11. August 2009, 11:16 Uhr
 

Teheran (Reuters) - Bei den Unruhen nach der Präsidentenwahl im Iran sind der Opposition zufolge deutlich mehr Menschen getötet worden als offiziell angegeben.

Die Namen von 69 Opfern seien dem Parlament für eine Untersuchung übergeben worden, zitierte die Zeitung "Sarmajeh" am Dienstag einen Verbündeten des unterlegenen Kandidaten Mirhossein Mussawi. "Der Bericht enthält auch die Namen von etwa 220 Inhaftierten." Die Regierung spricht bislang von 26 Toten. Mussawi und andere Oppositionelle vermuten Betrug hinter der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Der Streit und die Unruhen haben die Islamische Republik in eine politische Krise gestürzt.