Dubai pumpt Milliarden in Staatskonzern Dubai Holding

Dienstag, 16. November 2010, 19:03 Uhr
 

London/Dubai (Reuters) - Das unter einer Immobilienkrise leidende Golf-Emirat Dubai hat einen seiner Staatskonzerne mit zwei Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

Die Restrukturierung der Dubai Holding sehe neben frischen staatlichen Finanzspritzen auch einen Schuldennachlass (Haircut) durch die Gläubiger vor, sagte der Vize-Chef der Finanzbehörde, Mohammed al-Shaibani, der britischen "Financial Times" (Dienstagsausgabe). "Mit Rücksicht auf die langfristigen Beziehungen muss jeder seinen Teil beitragen", sagte er.

Shaibani zufolge decken sich die Gläubiger zu 70 Prozent mit denen von Dubai World. Zu den Banken des ebenfalls stark angeschlagenen staatlichen Mischkonzerns gehören HSBC, Lloyds, Standard Chartered und Abu Dhabi Commercial Bank. Analysten zufolge belaufen sich die Gesamtschulden von Dubai Holding auf zwölf bis 15 Milliarden Dollar.

Das Emirat leidet unter einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Vor einem Jahr war Dubai World beinahe kollabiert. Nachdem das staatliche Unternehmen seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen konnte, stimmten seine Gläubiger einer Umschuldung über rund 25 Milliarden Dollar zu.