Schweizer Börse wenig verändert gesehen - UBS im Fokus

Dienstag, 7. Februar 2012, 08:30 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Dienstag mangels klarer Vorgaben aus dem Ausland wenig verändert starten.

Nach wie vor lähme die Verunsicherung im Zusammenhang mit der griechischen Schuldenkrise die Anleger, hiess es im Markt.

Die Bank Clariden Leu berechnete den SMI vorbörslich um 22 Zähler tiefer auf 6123 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,1 Prozent schwächer bei 6069 Zählern.

Im Zentrum des Interesses steht die Grossbank UBS, deren Ergebnis laut Händleransicht nicht überzeugen konnte. "Erwartungen klar verfehlt", sagte ein Händler. Der einzige Punkt, der überzeuge, sei die Entwicklung der Kundengelder, sagte ein anderer Händler. Die Bank erlitt 2011 einen Gewinneinbruch auf 4,23 Milliarden Franken nach 7,5 Milliarden im Jahr davor. Immerhin konnte UBS trotz der Krise im Wealth Management bei reichen Anlegern 3,1 Milliarden Franken einsammeln. Vorbörslich indizierten Händler einen um 2,5 Prozent tieferen Kurs für die UBS-Aktie.

Mit Spannung warteten die Marktteilnehmer nun auf das Ergebnis der Konkurrentin Credit Suisse am Donnerstag.

Einmal mehr legte Swatch unerwartet den Jahresbericht vor. Der Uhrenkonzern erzielte dank der ungebremsten Kauflust für Luxusgüter nach einem Rekordumsatz auch einen um 18,1 Prozent gesteigerten Rekordgewinn von 1,28 Milliarden Franken. Im Januar setzte sich der positive Trend laut Firmenangaben mit einer zweistelligen Wachstumsrate fort. Die Dividende soll um 15 Prozent erhöht werden. "Nach dem Rekordumsatz und so gut wie es in der Luxusbranche läuft, musste man fast auch mit einem Rekordgewinn rechnen", sagte ein Händler.

Weniger gut läuft es dagegen bei Meyer Burger. Der Solarzulieferer erwirtschaftete 2011 mit rund 1,3 Milliarden Franken zwar deutlich mehr Umsatz als im Vorjahr. Aber das Unternehmen erwartet einen deutlich tieferen Gewinn.