Tausende demonstrieren in Washington für schärfere Waffengesetze

Sonntag, 27. Januar 2013, 12:25 Uhr
 

Washington (Reuters) - In Washington haben am Samstag Tausende für schärfere Waffengesetze demonstriert.

Auf der Kundgebung forderten Bildungsminister Arne Duncan sowie Parlamentarier und Schauspieler einen besseren Schutz vor Waffengewalt. "Es geht darum, dass weniger Amerikaner sterben, weniger Kinder sterben, weniger Kinder in Angst leben", unterstrich Duncan in seiner Rede. An der Veranstaltung nahmen auch rund 100 Menschen aus der Stadt Newton teil, wo ein junger Mann Mitte Dezember in einer Grundschule 20 Kinder erschossen hatte. Außerdem tötete er sechs Erwachsene, seine Mutter und sich selbst.

Das Massaker löste in den USA eine neue Debatte über die Waffengesetze aus. Präsident Barack Obama legte eine Liste von Verschärfungsvorhaben vor, für die er zum Teil aber die Zustimmung des Kongresses braucht. So will er unter anderem Waffenkäufer künftig vorab überprüfen lassen und den Verkauf von Sturmgewehren verbieten.

Die Veranstalter der Demonstration unterstützen diese Forderungen. Sie organisierten auch in rund einem Dutzend anderer Städte solche Kundgebungen, darunter San Francisco und Austin in Texas. Die Veranstaltungen folgten eine Woche nach landesweiten Demonstrationen von Waffenbefürwortern, die sich mit Unterstützung der mächtigen Waffenlobby NRA gegen Einschränkungen wehren.