Steinmeier erwartet von Treffen zu Iran Zeichen der Einigkeit

Dienstag, 22. Januar 2008, 10:17 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier erhofft sich vom Treffen der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands zum Atomstreit mit dem Iran ein Zeichen der Einigkeit.

Er sei zuversichtlich, dass man gemeinsam dem Iran zeigen werde, dass die Bedenken nicht beseitigt worden seien, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in der ARD wenige Stunden vor Beginn des Treffens in Berlin. Es gehe in erster Linie darum zu zeigen, dass die Geschlossenheit der Weltgemeinschaft erhalten bleibe. "Es gab im Iran sozusagen immer die Hoffnung, dass zu irgendeinem Zeitpunkt die Gruppe der Sechs auseinandergetrieben wird", sagte Steinmeier.

Der Iran steht im Verdacht, den Bau atomarer Waffen anzustreben. Die islamische Republik hat dies immer bestritten. Steinmeier sagte zur Haltung des Iran: "Es gibt ein gewisses Maß an Kooperation zur Zeit. Noch nicht so weitgehend, dass wir alle Fragen wirklich für beantwortet halten." Positiv sei, dass offenbar kein großer Zeitdruck bestehe, da nach einem US-Geheimdienstbericht der Iran bei der Entwicklung von Atomwaffen weit weniger vorangekommen sei als angenommen.

Steinmeier will am Dienstagvormittag die Außenminister der Vetomächte im UN-Sicherheitsrat USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich empfangen. Eine Einigung auf weitere Sanktionen, die vor allem die USA wollen, ist wegen anhaltender Differenzen im Sicherheitsrat aber nicht zu erwarten.