Frankreich: Farc wollen vier Geiseln freilassen
Caracas (Reuters) - Die Bemühungen um die Freilassung weiterer Geiseln der kolumbianischen Farc-Rebellen kommen nach französischen Angaben voran.
Dabei gehe es inzwischen um vier Politiker, die in den kommenden Tagen oder Wochen freikommen sollten, sagte Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner am Mittwoch nach Gesprächen mit Venezuelas Präsidenten Hugo Chavez in Caracas. Bislang war von nur drei Gefangenen die Rede gewesen.
Im vergangenen Monat hatte Chavez die Freilassung von zwei Geiseln in Kolumbien vermittelt und anschließend eine Anerkennung der linksextremistischen Farc als politische Kraft gefordert. Darüber ist zwischen ihm und Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe ein Streit entbrannt. Die USA und die Europäische Union betrachten die Farc als Terror-Organisation.
Die jüngste Entwicklung hat Hoffnungen auf die Übergabe weiterer Gefangener geweckt - darunter die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt - die die kolumbianische und französische Staatsbürgerschaft hat - sowie drei US-Auftragsarbeiter, die seit Jahren von den Rebellen im Dschungel gefangengehalten werden.
Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) führen seit 40 Jahren eine Guerilla-Kampf. Unter dem Dach der Farc hatten Bauern in den 60er Jahren für Landreformen gekämpft. Inzwischen ist die Gruppe aber in den Drogenschmuggel verstrickt und versucht, über Geiselnahmen Lösegelder zu erpressen und politischen Einfluss zu gewinnen.
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