Bernanke bekräftigt erneut Stabilitätskurs der Fed
Washington (Reuters) - US-Notenbankchef Ben Bernanke hat vor dem US-Repräsentantenhaus am Mittwoch die Bedeutung eines stabilen Finanzsystems für die USA bekräftigt.
Für die Fed sei es angesichts der aktuellen Krise in der US-Finanzwirtschaft deshalb geboten dafür zu sorgen, dass das Vertrauen in die Banken und anderen Finanzinstitutionen schnell wieder hergestellt werde, sagte Bernanke laut vorab verbreitetem Redemanuskript in Washington. Bernanke wiederholte damit weitgehend seine Äußerungen vom Vortag vor dem US-Kongress.
Bereits am Dienstag hatte Bernanke vor der zweiten Kammer des US-Kongresses, dem Senat, auch vor weiteren Schwierigkeiten für die US-Wirtschaft gewarnt. Angesichts beinahe täglich neuer Hiobsbotschaften vom Immobilienmarkt und aus dem Bankensystem sei es "Top-Priorität" für die Federal Reserve das Finanzsystem zu stabilisieren. Gleichzeitig sei auch die Teuerung eine ernste Herausforderung für die Zentralbank.
Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Inflation in den Vereinigten Staaten wegen der Preisexplosion bei Energie im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat auf fünf Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1991 Jahren geklettert ist. Die Fed müsste dagegen eigentlich mit Zinserhöhungen vorgehen. Wegen der immer düsteren Aussichten für die größte Volkswirtschaft der Welt sind ihr aber nach Ansicht der meisten Experten zumindest vorerst die Hände gebunden.
Am Abend (20 Uhr MESZ) sollte noch das Protokoll der jüngsten Sittzung des für die Zinspolitik in den USA zuständigen Offenmarktaussschusses der Fed von dessen Sitzung am 25. Juni veröffentlicht werden. Damals hatte die Fed den zuvor aggressiv gesenkten Leitzins bei zwei Prozent belassen.
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