Südossetien bittet Russland um ständige Militärpräsenz

Montag, 18. August 2008, 11:17 Uhr
 

Moskau (Reuters) - Die von Georgien abtrünnige Region Südossetien will Russland um ständige Militärpräsenz bitten.

Der Führer der Südosseten, Eduard Kokoiti, begründete seine Ankündigung in einem Reuters-Interview am Montag damit, dass russische Staatsbürger in dem Gebiet lebten. "Wir werden die russische Führung bitten, und sie muss entscheiden." Rund 90 Prozent der Bewohner Südossetiens besitzen einen russischen Pass.

Kokoiti schloss den Einsatz von internationalen Beobachtern zur Überwachung des zwischen Russland und Georgien vereinbarten Waffenstillstands aus. "Wir haben kein Vertrauen in diese internationalen Beobachter, diese Leute verdrehen die Wahrheit." Bis zum Beginn des Krieges zwischen Russland und Georgien war die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Beobachtern in der Region präsent.

Kokoiti verhängte am Montag den Notstand und entließ seine Regierung.