Dax vor US-Arbeitsmarktdaten tiefer erwartet
Frankfurt, 05. Dez (Reuters) - Vor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten wird der Dax.GDAXI nach Einschätzung von Börsianern am Freitag mit Verlusten in den Handel starten. Sie sagten zur Eröffnung ein Minus von 1,3 Prozent voraus. Am Donnerstag hatte der Leitindex kaum verändert bei 4564,23 Zählern geschlossen.
"Der Markt leidet unter den schwachen Vorgaben aus den USA und Asien", sagte ein Börsianer. "Allerdings werden die Umsätze zunächst recht dünn bleiben, da sich Anleger vor den US-Daten üblicherweise zurückhalten." Die US-Indizes hatten am Donnerstag nach Börsenschluss in Deutschland ins Minus gedreht. In Tokio gab der Nikkei.N225 am Freitag seine Anfangsgewinne wieder ab und schloss knapp im Minus.
Von den US-Arbeitsmarktdaten erhoffen sich Investoren Hinweise auf die weiteren Aussichten der weltgrößten Volkswirtschaft. Von Reuters befragte Analysten rechneten für November mit einem Abbau von 340.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft. "Selbst wenn die Zahlen deutlich besser als erwartet ausfallen, wird eine Erholung voraussichtlich nur von kurzer Dauer sein", betonte Marktanalyst Heino Ruland von FrankfurtFinanz. "Denn der Jobabbau beginnt gerade erst."
Bei den Unternehmen standen die Automobilwerte im Rampenlicht. Die drei US-Branchenriesen General Motors (GM)GM.N, Ford(F.N: Kurs) und Chrysler[CBS.UL] bemühen sich wegen der Absatzkrise um staatliche Hilfen. GM und Chrysler signalisierten als Gegenleistung die Bereitschaft zur Fusion. "Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, wäre das für die Branche insgesamt positiv, da dies mit einem deutlichen Kapazitätsabbau verbunden wäre", sagte Aktienmarktexperte Ruland. "Man darf aber nicht vergessen, dass das fundamentale Umfeld weiterhin schlecht ist." Die Papiere der deutschen Autobauer Daimler(DAIGn.DE: Kurs), BMW(BMWG.DE: Kurs) Volkswagen(VOWG.DE: Kurs) und Porsche(PSHG_p.DE: Kurs) lagen im vorbörslichen Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz jeweils rund 1,5 Prozent im Minus.
(Reporter: Hakan Ersen; redigiert von Georg Merziger)
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