Schweizer Börse deutlich schwächer

Freitag, 12. Dezember 2008, 08:28 Uhr
 

Zürich, 12. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte sich am Freitag dem negativen Trend in den USA und Asien anschliessen und deutlich nachgeben. Das Scheitern des Rettungspakets für die amerikanische Autobranche dürfte für kräftige Einbussen sorgen, erklärten Händler. Börsianer befürchten eine Verschärfung der Wirtschaftskrise, sollten die Fahrzeughersteller pleitegehen.

Die Bank Clariden Leu berechnete den SMI CLPRE vorbörslich 181 Zähler schwächer mit 5549 Punkten. Der Dezember-Kontrakt des SMI-Futures FSMIc1 notierte 3,4 Prozent tiefer bei 5541 Punkten.

Händler erwarten Abgaben auf breiter Front. Vor allem die Industriewerte, die sich am zuletzt wieder etwas erholt hatten, dürften aufs Neue unter Druck kommen. "Vor allem die Autozulieferer, die jetzt ja täglich wegen Kurzarbeit in den Schlagzeilen stehen", sagte ein Händler.

Aber auch bei den Banken dürfte es erneut zu deutlichen Kurskorrekturen kommen. So nannten Händler für die UBS-Aktien (UBSN.VX: Kurs) ein Minus von rund fünf Prozent.

Möglicherweise könnten die defensiven Schwergewichte Nestle (NESN.VX: Kurs), Novartis (NOVN.VX: Kurs) und Roche (ROG.VX: Kurs) ein Gegengewicht sein und den Abstieg etwas bremsen, hiess es.

Novartis wartete mit verschiedenen Neuigkeiten auf. So hat sich das in der Entwicklung befindliche Medikament FTY720 gegen Multiple Sklerose in einer spätklinischen Studie als viel wirksamer erwiesen als die Standardbehandlung mit Interferon Beta-1a. Die US- und EU-Zulassungsanträge für FTY720 sind auf Kurs für Ende 2009. Hingegen hat sich eine Prüfungskommission der FDA sich gegen die Zulassung des Asthma-Medikaments Foradil ausgesprochen.

(Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)