GM verringert Firmenjet-Flotte nach Kritik an Wagoners Reisestil
Detroit, 21. Nov (Reuters) - Nach heftiger Kritik im US-Kongress am luxeriösen Reise-Stil des GM-Chefs Rick Wagoner verkleinert der finanziell schwer angeschlagene Autobauer seine Firmenjet-Flotte. Wagoner war in dieser Woche von Politikern scharf angegangen worden, weil er mit einem Privatjet zu den Kongress-Anhörungen über die von den US-Autoherstellern geforderten Milliarden-Hilfen gekommen war. Zudem hatte er sich dort nicht dazu durchringen können, im Gegenzug für Staatshilfen Einschnitte bei seiner eigenen Entlohnung zu akzeptieren. Wagoners Verhalten war auch bei einigen ihm eigentlich wohlgesonnen Politikern schlecht angekommen.
GMGM.N erklärte am Freitag, zwei der vom Unternehmen geleasten Jets würden nun an die Leasingfirma zurückgegeben. Die Entscheidung habe aber nichts mit der aktuellen Kritik zu tun, sondern sei bereits zuvor getroffen worden, sagte ein GM-Sprecher. Hintergrund sei, dass "ein wirklich aggressiver Einschnitt bei den Reisekosten" nötig sei. Es sei noch unklar, wie Wagoner reisen würde, falls er nochmals zu politischen Gesprächen nach Washington kommen sollte, sagte der Sprecher.
Neben Wagoner waren auch die Chefs der Autobauer Ford (F.N: Kurs)und Chrysler[CBS.UL], Alan Mulally und Robert Nardelli, dafür kritisiert worden, dass sie mit Privatjets angereist waren. Firmenunterlagen zufolge sind Wagoner und Mulally von ihren Unternehmen aber aus Sicherheitsgründen dazu verpflichtet worden, mit Privatjets zu fliegen.
(Reporter: Poornima Gupta, bearbeitet von Ralf Bode, redigiert von Christian Götz)
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