Deutsche Bank 2008 wichtigster Fusionsberater in Deutschland

Montag, 22. Dezember 2008, 14:40 Uhr
 

- Frei zur Veröffentlichung ab Dienstag, 00.00 Uhr -

Frankfurt, 22. Dez (Reuters) - Die Deutsche Bank(DBKGn.DE: Kurs) hat in diesem Jahr in ihrem Heimatmarkt mehr Übernahmen betreut als jede andere Bank. Das größte deutsche Institut war bei 104 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 92,5 Milliarden Dollar als Berater aktiv, wie die am Montag vorgelegten Daten des Informationsanbieters Thomson Reuters zeigen. Damit rückte das Geldhaus wieder an dem US-Rivalen Goldman Sachs(GS.N: Kurs) vorbei, der hierzulande Fusionen im Wert von knapp 89 Milliarden Dollar betreute. Weltweit bleibt Goldman aber in der Spitzenposition vor JP Morgan(JPM.N: Kurs) und der Citigroup(C.N: Kurs). Hier belegt die Deutsche Bank unverändert den achten Rang.

Die Ranglisten sind für die Investmentbanken im Fusionsgeschäft von großer Bedeutung, da viele Firmen immer die Top-Institute hieraus als Berater mandatieren wollen. Das weltweit schrumpfende Übernahmevolumen führt bei den Geldhäusern zu sinkenden Provisionseinnahmen im krisengeschüttelten Investmentbanking. Weltweit sank der Wert aller angekündigten Fusionen 2008 um 31 Prozent auf 2,9 Billionen Dollar.

(Reporter: Philipp Halstrick; redigiert von Georg Merziger)