Verdi setzt Warnstreiks bei Post fort - Bayern betroffen

Mittwoch, 2. April 2008, 11:27 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Warnstreiks bei der Deutschen Post fortgesetzt.

Der regionale Schwerpunkt liege am Mittwoch in Bayern, sagte ein Verdi-Sprecher. Dort seien rund 2200 Beschäftigte zu Ausständen aufgerufen. Betroffen seien Verteilzentren. Auch in Frankfurt am Main begannen Streikaktionen. Dort legten rund 100 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Bereits am Dienstag hatten Post-Mitarbeiter in zahlreichen deutschen Großstädten die Arbeit ruhen lassen. Die Beschäftigten wollen damit im Streit um Arbeitszeiten und Beschäftigungsgarantien Druck auf das Unternehmen ausüben und auch in den kommenden Tagen ihre Aktionen fortsetzen.

Verdi wehrt sich gegen die Erhöhung der Arbeitszeit für die noch 55.000 Beamten der Post von 38,5 auf 41 Stunden. Die Gewerkschaft befürchtet, dass dann auch die Arbeitszeit der 130.000 Tarifbeschäftigten verlängert wird. Der Konzern hatte die Streiks scharf kritisiert und seine Bereitschaft zu einer Verhandlungslösung betont. Post und Verdi wollen ihre Verhandlungsrunde am 9. April fortsetzen.