China fürchtet negative Folgen der US-Subprime-Krise
Peking (Reuters) - China befürchtet negative Auswirkungen der US-Immobilienkrise auf seine Wirtschaft.
Die globale Wirtschaftslage, insbesondere die Situation in den USA, sei sehr besorgniserregend, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao am Dienstag. Negative Auswirkungen der Subprime-Krise könnten den Balanceakt Chinas zwischen einem stabilen Wachstum und der Bekämpfung der Inflation noch schwieriger machen. Dies zu bewältigen sei die wichtigste Aufgabe sowohl für 2008 als auch für die kommenden Jahre. Es werde jedoch schwierig sein, das Inflationsziel von 4,8 Prozent einzuhalten. Der anhaltende Wertverlust des Dollars mache ihm Sorgen, erklärte Wen weiter. Er äußerte sich jedoch nicht dazu, welche Rolle die chinesische Währung, der Yuan, im Kampf gegen die Inflation spielen könnte.
Während nach dem Zusammenbruch des US-Markts für Ramschhypotheken in vielen anderen Länder die Kredite knapp sind, kämpft China mit einer Liquiditätsschwemme, die aus dem hohen Handelsüberschuss des Landes resultiert. Die Inflation stieg im Februar auf 8,7 Prozent. Der Chef der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, hat bereits erklärt, es gebe immer noch Luft für Zinsanhebungen. Die People's Bank of China (PBOC) hat die Zinsschraube seit April 2006 bereits acht Mal angezogen.
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