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Ausland | Montag, 7. Januar 2013, 08:28 Uhr

Mutmaßliche Peiniger von Inderin vor Gericht

Neu-Delhi Die fünf mutmaßlichen Vergewaltiger der mittlerweile gestorbenen 23-jährigen Inderin sind am Montag in Neu-Delhi vor Gericht erschienen.

Den fünf Verdächtigen wird vorgeworfen, die Frau in einem Bus in Neu-Delhi äußerst brutal misshandelt zu haben. Nach der Tat wurde sie aus dem Bus geworfen. Die erlag zwei Wochen später am 28. Dezember ihren schweren Verletzungen in einem Krankenhaus in Singapur. Den Verdächtigen sollte am Montag die Anklage verlesen werden. Zwei der Angeklagten hatten am Samstag einen Antrag gestellt, um gegen die anderen Angeklagten auszusagen. Sie erhoffen sich davon eine mildere Strafe. Ein sechster Verdächtiger ist in Haft. Bei ihm muss noch geklärt werden, ob er wegen seines Alters vor ein Jugendgericht kommt.

Die Staatsanwaltschaft hatte fünf der sechs Beschuldigten vergangene Woche offiziell des Mordes und der Gruppenvergewaltigung angeklagt. Ihnen droht die Todesstrafe. Der Fall löste in ganz Indien einen Sturm der Entrüstung aus, obwohl Gewalt gegen Frauen in dem Land weit verbreitet ist. Tausende Menschen gingen in zahlreichen Städten auf die Straße und forderten von der Regierung einen besseren Schutz für Frauen. In Indien wird im Schnitt alle 20 Minuten eine Vergewaltigung gemeldet.

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