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Ausland | Donnerstag, 24. Januar 2013, 15:09 Uhr

Bewohner werfen malischer Armee Hinrichtungen vor

Segou In Mali sind schwere Vorwürfe gegen die Armee laut geworden.

Menschenrechtler und Einheimische beschuldigten die Streitkräfte an Mittwoch, Tuaregs und Araber hingerichtet zu haben. Diese seien der Zusammenarbeit mit islamistischen Kämpfern bezichtigt worden, gegen deren Vormarsch Frankreich Soldaten eingesetzt hat. Ein Reuters-Reporter sah mindestes sechs Tote in der Stadt Sevare. Drei lagen in der Nähe einer Bushaltestelle, drei weitere waren in einen Brunnen geworfen worden. Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen hinderte die Armee Journalisten daran, aus der Stadt zu berichten. Die Streitkräfte wiesen die Vorwürfe zurück.

Die FIDH, eine in Paris ansässige Vereinigung von Menschenrechtsgruppen, erklärte, sie habe Hinweise, dass die malische Armee seit dem 10. Januar in Sevare mindestens elf Menschen hingerichtet habe. Die Organisation forderte eine unabhängige Untersuchung. Sie verwies zudem auf weitere unbestätigte Berichte, wonach im Westen und Zentrums Malis weitere standrechtliche Hinrichtungen stattgefunden hätten.

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