Banken und Technologiewerte ziehen Wall Street in Minus
New York (Reuters) - Schlechte Nachrichten aus der Technologie- und der Finanzbranche haben die New Yorker Börse am Dienstag belastet.
Grund war die Herabstufung der Halbleiterbranche durch Morgan Stanley sowie die Entscheidung der Royal Bank of Scotland und von Lloyds Banking Group, Hunderte von Filialen und Geschäftsfelder aufzugeben. Zudem verhagelte das schweizerische Bankenschwergewicht UBS mit seinem vierten Quartalsverlust in Folge die Laune der Börsianer. Einziger Lichtblick war die geplante Mega-Übernahme von Burlington Northern durch Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Der Starinvestor will die Eisenbahngesellschaft für 34 Milliarden Dollar übernehmen. Deren Aktie legte um über 28 Prozent auf 97,59 Dollar zu.
Der Dow-Jones-Index verlor bis zum frühen Nachmittag 0,3 Prozent auf 9757 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank 0,1 Prozent auf 1041 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um knapp 0,2 Prozent auf 2046 Zähler. Der PHLX Halbleiterindex fiel um 2,2 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Branche auf "Vorsicht" von "Attraktiv" herabgestuft hatte. Der Dax ging mit einem Abschlag von 1,43 Prozent auf 5353 Stellen aus dem Handel.
Das Geschäft mit Mikrochips sei sehr schwankungsanfällig und hänge am Wirtschaftswachstum, sagte Burt White vonL LPL Financial in Washington. "Wenn sie nicht schnell genug vom Markt aufgesaugt werden, haben die Leute den Eindruck, die wirtschaftliche Gesundung fällt schwächer als erwartet aus.
Auch angesichts enttäuschender Geschäfte der UBS verkauften Anleger Bankaktien. Citigroup verbilligten sich beispielsweise um zwei Prozent, Bank of America um 1,4 Prozent und JPMorgan Chase um knapp 0,7 Prozent. Das Schweizer Geldhaus UBS hatte im dritten Quartal die Quittung für die Finanzkrise und den Streit mit den USA über das Bankgeheimnis bekommen. Zwar konnte das Kreditinstitut im dritten Quartal den Konzernverlust auf 375 Millionen Euro mehr als halbieren und die Eigenkapitalausstattung weiter verbessern. Doch viele Kunden zogen Geld von ihren Schweizer Konten ab, so dass es der UBS nicht gelang, den Abfluss von Kundengeldern im Vermögensverwaltungsgeschäft nennenswert abzubremsen.
Die Aktien des Kreditkartenanbieters MasterCard sanken nach Vorlage von Quartalszahlen um 2,4 Prozent.
Die Dividendenpapiere von Burlington sprangen nach Bekanntgabe der milliardenschweren Übernahmepläne durch Berkshire 28,3 Prozent in die Höhe. Der Kauf beflügelte auch die Aktien der Konkurrenten. Union Pacific verteuerten sich um 6,8 Prozent, CSX um 6,2 Prozent.
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