Fernost-Börsen nach Fed-Ausblick überwiegend im Minus

Donnerstag, 5. November 2009, 07:39 Uhr
 

Tokio/Shanghai (Reuters) - Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag überwiegend Verluste hinnehmen müssen.

Auf die Stimmung der Anleger drückte vor allem ein zurückhaltender Ausblick der US-Notenbank Federal Reserve für die Konjunkturerholung der weltgrößten Volkswirtschaft. Die Fed-Entscheidung, ihre Niedrigstzinspolitik noch längere Zeit fortzusetzen, war zudem erwartet worden und brachte dem Aktienhandel deshalb kaum Impulse. Der Tokioter Nikkei-Index schloss so niedrig wie seit einem Monat nicht mehr. Vor allem Exportwerte wie die Elektronikkonzerne Sony und Canon mussten unter dem etwas stärkeren Yen Kursabschläge verkraften, auch weil Investoren vor den US-Arbeitsmarktzahlen Gewinne mitnahmen. Vor den mit Spannung erwarteten Toyota-Zahlen standen die Autowerte im Fokus.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio 1,3 Prozent im Minus bei 9717 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor O,7 Prozent auf 874 Punkte. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur, Taiwan, Korea und Australien gaben nach. Lediglich Die Börse in Shanghai konnte sich im Plus behaupten.

In Tokio schlossen die Papiere von Toyota 0,8 Prozent im Minus. Nach Börsenschluss hob der Autohersteller seine Geschäftsprognose für 2009/2010 an, geht aber weiterhin von einem Nettoverlust aus. Rivale Nissan hatte die Märkte dagegen zuvor damit überrascht, für das Gesamtjahr nicht mehr mit einem Verlust zu rechnen. Vielmehr erwartet Japans drittgrößter Autobauer nun einen Gewinn von umgerechnet 900 Millionen Euro. Nissan-Titel legten 0,3 Prozent zu.

Papiere von Honda verloren 2,6 Prozent. Bei den anderen Exportwerten gaben Canon-Aktien knapp 1,5 Prozent nach. Auch die Papiere Sony standen auf der Verkaufsliste: Sie büßten 2,1 Prozent ein. Sanyo Electric büßte ein Fünftel seines Werts ein, nachdem Panasonic Interesse an einem Einstieg signalisiert hatte.

Gegen den Abwärtstrend in Fernost konnte sich die Börse in Shanghai stemmen. Die chinesische Regierung bekräftigte ihre Wachstumspolitik und sorgte so für Optimismus auf dem Parkett.

In New York waren die Börsen am Vortag uneinheitlich aus dem Handel gegangen: Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 9802 Stellen, während die US-Technologiebörse Nasdaq 0,1 Prozent abgab.