Cisco und Konjunkturdaten treiben US-Börsen höher
New York (Reuters) - Positive Konjunkturdaten und erfreuliche Nachrichten vom weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco haben den US-Börsen am Donnerstag deutliche Gewinne beschert.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Ferner schnellte die Produktivität der US-Wirtschaft im dritten Quartal auf den höchsten Stand seit sechs Jahren. Für gute Stimmung sorgten aber auch positive Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel.
Der Dow-Jones-Index legte bis zum Mittag in New York um 1,5 Prozent auf 9951 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,2 Prozent auf 1059 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,9 Prozent auf 2093 Punkte. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 5480 Zählern aus dem Handel.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging auf 512.000 von 532.000 in der Vorwoche zurück. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 523.000 Erstanträgen gerechnet. Zudem legte die Produktivität der Firmen aufs Jahr hochgerechnet um 9,5 Prozent zu. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 6,4 Prozent gerechnet.
Auftrieb gaben auch die monatlichen Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel. Die Unternehmen legten gute Daten für Oktober vor. Dies schürte Hoffnungen, die Geldbörsen der Verbraucher sitzen vor Beginn der Weihnachtssaison wieder lockerer.
Cisco-Titel legten um 2,1 Prozent zu. Der Netzwerkausrüster gab am Vorabend ein überraschend starkes Umsatzplus bekannt. Zudem genehmigte das Management einen Aktienrückkauf von bis zu zehn Milliarden Dollar. Da Cisco als Stimmungsbarometer für die Branche gilt, profitierten auch weitere Technologiewerte: Die Aktie von Intel gewann knapp zwei Prozent, das Papier von Microsoft 2,2 Prozent.
Die Einwilligung in die Übernahme durch TPG und CPP löste bei IMS Health einen Kurssprung aus. Die Aktien des Pharma- und Gesundheitsindustrie-Dienstleisters schossen um 23,6 Prozent nach oben. Die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Milliarden Dollar solle bis zum Ende des ersten Quartals 2010 abgeschlossen werden.
Die Titel der Hotelkette Hyatt legten bei ihrem Debut an der Nyse um etwa knapp zehn Prozent zu.
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