US-Börsen auf Vortagesniveau - Arbeitsmarkt belastet
New York (Reuters) - Die US-Börsen haben am Freitag nahezu unverändert notiert. Belastend wirkte sich ein überraschend starker Anstieg der Arbeitslosigkeit auf die Kurse aus.
Mit 10,2 Prozent erreichte die Arbeitslosigkeit in den USA den höchsten Stand seit mehr als 26 Jahren. Für Unterstützung sorgte dagegen, dass einer Reihe von Aktien von Analysten höher eingestuft wurden. Unter anderem trauen sie dem Kurs des US-Mischkonzerns und Börsenschwergewichts General Electric zu, besser als der Markt abzuschneiden.
Der Dow-Jones-Index notierte bis zum Mittag in New York nahezu unverändert bei 10.009 Zählern, der breiter gefasste S&P-500-Index bei 1066 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq büßte ebenso 0,1 Prozent auf 2106 Punkte ein. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 5488 Zählern aus dem Handel.
In den USA sind im Oktober unerwartet viele Jobs abgebaut worden. Insgesamt fielen nach Angaben des Arbeitsministeriums 190.000 Jobs weg. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 175.000 erwartet. Die Rate von 10,2 Prozent sei ein Schock für den Markt, sagte ein Analyst. Die Zehn-Prozent-Marke sei zwar lediglich psychologisch wichtig, aber "eine Erholung ist nicht möglich, solange es nicht wieder neue Jobs gibt".
Zu den Verlierern zählte der einst weltgrößte Versicherer AIG. Das Unternehmen erwirtschaftete zwar das zweite Quartal in Folge einen Gewinn, teilte aber mit, das wichtige Versicherungsgeschäft verlaufe weiterhin schleppend. AIG-Titel brachen um 9,2 Prozent ein.
Die GE-Aktie legte dagegen nach einer Beurteilung mit "Outperform" durch Analysten von Bernstein Research um 7,1 Prozent zu. Auch das Papier des Online-Handelshauses Amazon wurde heraufgestuft und kletterte daraufhin um 4,5 Prozent. Eine bessere Bewertung von Goldman Sachs erhielt auch das Papier der Versicherer Travelers Cos und XL Capital. Die Travelers-Aktie stieg um 2,4 Prozent, die XL-Capital-Aktie um 0,4 Prozent.
Die Anteilsscheine der Kaffeehaus-Kette Starbucks verteuerten sich um 6,5 Prozent. Der Röster hob seine Prognose für das kommende Finanzjahr an.
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